FRIEDEWALD

Geschichte

Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Friedewald

Aus der Vereinsgeschichte der Freiwilligen Feuerwehr Friedewald

 Die Freiwillige Feuerwehr Friedewald verfügte bei ihrer Gründung über folgende Geräte und  Ausrüstungsstücke:Eine vierrädrige Handdruckspritze, eine zweirädrige Handhochdruckspritze, 180 m C-Schlauch (Hanf), 8 m Saugschlauch, 2  Standrohre, 4 Strahlrohre, 2 Einreißhaken, 2 Sturmlaternen, 15 Steigerausrüstungen. Die Gerätschaften waren in einem Schuppen, neben dem Bürgermeisteramt (später an der Stelle des damaligen Gerätehauses) untergebracht Die Alarmierung im Brandfalle erfolgte durch Hornsignale von Hornisten. Friedewald hatte zwei Hornisten. Einen für das Unter- und einen für das Oberdorf. Je nach Brandlage wurden die Spritzen von Pferden oder Mannschaft im Handzug zur Brandstelle gezogen. 


Die Mannschaften teilten sich wie folgt auf: 


1.
Die Spritzenmannschaft für die Bedienung der Spritze (heute Wassertrupp)

2. Die Schlauchmannschaft zum Verlegen und Kuppeln der auszulegenden Schläuche (heute Schlauchtrupp)

3. Der Steigermannschaft, die als Angriffs- und Rettungsmannschaft tätig wird und die gefährlichste Aufgabe hat (heute Angriffstrupp) 


Die Spritzenmannschaft bestand aus vier Gruppen von je acht Mann, zusammen 32 Mann. Je vier Mann an einem Holmen bedienten die Pumpen. Sie wurden jeweils nach einer Minute Pumpendienst von der nächsten Reservegruppe abgelöst. Die Steigermannschaft bestand vornehmlich aus Zimmerleuten und Maurern. Für den Brandeinsatz galt folgende Regelung: Nach Beendigung der Löscharbeiten verbleibt eine Brandwache an der Brandstelle. Alle eingesetzten Geräte und Ausrüstungen mussten sofort gesäubert und wieder einsatzbereit gemacht werden. Erst dann konnte man in Ruhestellung gehen und dem Gerstensaft zusprechen, was ja bekanntlich noch heute zu den guten Gepflogenheiten gehören soll. Die Gründungsfeierlichkeiten fanden am 04. August 1928 statt  Zum 1. Vors. wurde Andreas Budesheim gewählt. Neben der Freiwilligen Feuerwehr bestand in diesen Jahren auch noch eine Pflichtfeuerwehr. Diese wurde vom Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr befehligt und ausgebildet. So wurde eine Eingabe an die Gemeindevertretung gemacht, dass alle Pflichtfeuerwehrleute, die unentschuldigt den Übungen fernbleiben, eine Strafe von 3,- Mk zahlen sollen.Im Mai 1932 fand das erste Kreisfeuerwehrfest in Friedewald auf dem Schlossplatz statt und die Satzungen des Kreisfeuerwehrverbandes wurden angenommen. Im Jahre 1935 stellte man den Antrag auf Beschaffung einer Motorspritze und den Bau eines Feuerlöschteiches im Oberdorf. Ebenfalls wird vom Ortspolizeiverwalter verfügt, dass bei jeder stattfindenden Tanzveranstaltung 2 Feuerwehrkameraden zu bestellen sind, die für Ruhe und Ordnung sorgen. Am 20.03.1937 wird die Freiwillige Feuerwehr als Hilfspolizei bestellt und dem Ortspolizeiverwalter (Bürgermeister) direkt unterstellt. Hiernach wird außerhalb der Feuerwehrausbildung auch noch ein Exerzierdienst verlangt. Am 10.04.1938 marschierte die Feuerwehr geschlossen zur Wahl.  Am 17.06.1938 wird der Wehrbefehl Nr. 4/38 verlesen. Danach hat die Wehr an jedem 1. und 3. Sonntag im Monat von 8.00 bis 21.00 Uhr eine Mannschaft von 30 Mann in Alarmbereitschaft zu stellen. Im Juni 1938 wird der Feuerlöschteich auf dem Herrnfeld oberhalb von Dixneit  in Betrieb genommen. Außerdem wird eine Entnahmeleitung bis zur Raiffeisenkasse gebaut, wo eine Wasserentnahmestelle direkt an der Hauptstraße errichtet wurde. Im Jahre 1939 wird erstmals vom Einheitsfeuerwehrmann gesprochen. An jeden Feuerwehrmann wird eine Ausbildungsvorschrift ausgegeben. Der Tag der Deutschen Polizei 1939 wird mit einer großen Flaggenparade am Feuerwehrhaus eingeleitet. Durch den ausgebrochenen Krieg werden viele aktive Feuerwehrkameraden zum Wehrdienst einberufen und die Zahl der Einsatzbereiten sinkt von Tag zu Tag. So geht man im Februar 1940 dazu über 30 Hitlerjungen in den Feuerwehrdienst zu übernehmen. Im November 1941 wurde beschlossen, allen im Felde stehenden Feuerwehrkameraden ein Weihnachtspäckchen als Gruß aus der Heimat zu senden. Im Jahre 1942 spricht man dann von einer Feuerschutzpolizei. Hierbei ändern sich nun laufend die Bezeichnungen für den Kommandanten = Wehrführer, Truppführer, Obertruppführer, Ortsbrandmeister. Im Juni 1942 wird eine neue einheitliche Einkleidung der Wehr vorgenommen. Für die inzwischen in Dienst gestellte Motorspritze werden als Maschinisten Gottlieb Otter und Walter Seybert benannt. Sie nehmen an einem Lehrgang über die Behandlung der Motorspritze teil. Als erste technische Verbesserung wird ein Dynamo an der Pumpe eingebaut, der für elektrische Beleuchtung bei Nachteinsätzen sorgen soll. Der Einbau eines Schiebers im Ablauf des Schlossteiches und der  Bau einer Wasserentnahmestelle bei Gossler in der Motzfelder Straße werden 1944 verwirklicht. Da zum Kriegsende auch die in zwischen eingesetzten Hitlerjungen zum Wehrdienst einberufen wurden, war es erforderlich, eine Frauenfeuerwehr zu gründen. So wurde am 21.02.1945 die Gründung einer Gruppe von Feuerwehrhelferinnen durchgeführt.  Es wurden aus den Jahrgängen 1920 -1923 insgesamt 22 Helferinnen gestellt. Mit dem Kriegsende 1945 endete dann auch die Ära der Freiwilligen Feuerwehr. So wurde durch die Militärregierung eine Aufstellung von Feuerwehren gefordert. Der kommisarische Bürgermeister Mähler verpflichtete die Jahrgänge 1910 – 1928 zum Feuerwehrdienst.  Am 10. Oktober 1948 wurde dann unter der Regie von Bürgermeister Koch wieder eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben gerufen, der jeder Bürger im Alter von 18  - 60 Jahren als Freiwilliger beitreten konnte. So waren es immerhin 42 Kameraden, die sich in dieser Wehr wieder zusammenfanden.  1949 treten die Gründungsmitglieder Jakob Emmerich und Georg Saam nach über 30-jähriger aktiver Dienstzeit vom Kommando (heute: Wehrführer) zurück. Die Neuwahl bestätigt Karl W. Zilch als Ortsbrandmeister und Kurt Berndt als Stellvertreter. 1952 wird erstmals auf vier Jahre gewählt und das Kommando wird einstimmig in seinen Ämtern bestätigt.  1954 wird ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut und am 29.08.1954 im Rahmen eines Bezirksfeuerwehrfestes seiner Bestimmung übergeben. 1955 nimmt erstmals eine Gruppe an Wettkämpfen in Aua teil.  1959 stellt die Gemeinde der Wehr eine neues TS 8 von der Fa. Ziegler zur Verfügung.Im Jahre 1962 wird Karl W. Zilch zum Bezirksbrandmeister gewählt. Die Neuwahl ergab: Kurt Berndt als Ortsbrandmeister und Karl-Heinz Feik als Stellvertreter. 

Mit dem Jahre 1962 beginnt nun eine sehr gute Aufwärtsentwicklung der Wehr. Die Gemeinde bemüht sich, ihrerseits die Wehr durch Neuanschaffungen von Uniformen und Ausrüstungsgegenständen zu unterstützen. Die Ausbildung des Einheitsfeuerwehrmannes wird durch den Besuch von Lehrgängen auf einen verbesserten Stand gebracht. 1964 findet der zweite Kreisfeuerwehrtag in Friedewald in der Turnhalle statt. Bei den stattfindenden Wettkämpfen nimmt auch eine Gruppe der Wehr teil, und von dieser Zeit an beteiligt sich in jedem Jahr eine Gruppe an den Wettkämpfen. Die Wehr nimmt nun in jedem Jahr an den Feiern zum Volkstrauertag in geschlossener Formation teil. Diese Tradition ist bis heute geblieben.  Im Feuerwehrhaus werden Umbauarbeiten durchgeführt. Als erste fördernde Mitglieder treten der Friseur Willi Merkert und der Apotheker Rudolf Wever der Wehr bei. 1966 wird der Ausbau eines Schulungsraumes in eigener Regie durchgeführt. Mit dem Ausbau des Sedansplatzes wird begonnen und die Wehr beteiligt sich aktiv an den Arbeiten im Rahmen der Dorfverschönerung. Unter der Leitung von Hauptlehrer Willi Krah wird ein Feuerwehrchor ins Leben gerufen, der bei einem Konzert des MGV 1890 in der Turnhalle und beim Landesfeuerwehrtag in Bad Hersfeld der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Mit dem Jahre 1967 beginnt die Motorisierung der Wehr. Ein Löschfahrzeug vom Typ LF 8 wird von der Gemeinde angeschafft und der Wehr übergeben. Am 17. Juni 1967 wird der Sedansplatz eingeweiht und im Beisein von Bürgermeister Koch seiner Bestimmung übergeben. Im Jahre 1968 wird in feierlicher Form das 40-jährige Jubiläum der Wehr begangen. Die zu diesem Fest eingegangenen Spenden von Feuerwehrkameraden, Geschäftsleuten und vielen Mitbürgern ermöglichten die Anschaffung einer Standarte  im Wert von 1.750,- DM. Diese Standarte wird dann Pfingsten 1969 durch den 1. Vorsitzenden des Kurhessisch Waldeckschen Feuerwehrverbandes Herr Assemacher, eingeweiht. Pate dazu stand die Standarte der Wehr Obersuhl. Die Sedansplatzhütte wird gebaut und der Platz am Breitenborn werden fertiggestellt.  Am 12.07.1969 wird mit dem Abriss des Möllerschen Hauses zur Durchführung des Erweiterungsbaues am Gerätehaus begonnen. Am 11.10.1969 ist der Rohbau fertig und das Dach eingedeckt. Die Innenarbeiten werden in den Wintermonaten durchgeführt. 1970 Grossfeuer bei Saam/Träger (Brandstiftung) und Ewald Schimmelpfennig (def. Heugebläse) sowie der Brand eines Gartenhauses am 1. Brückengraben.  Am 14.02.1970 erfolgte die Übergabe eines Tanklöschfahrzeuges TLF 15 von der Wehr Bad Hersfeld. Mit der Übernahme dieses Fahrzeuges wird ein Alarmzug gebildet, der vornehmlich aus Kameraden die immer am Ort sind und Telefon haben. Als Alarmzugführer waren tätig: Josef Kosch, Peter Kühner, Gerhard Hüppe. Am 06.12.1970 erfolgt die Übergabe des Erweiterungsbaues am Gerätehaus durch Bürgermeister Dürner, im Rahmen eines „Tages der offenen Tür“. Bei den Erweiterungsarbeiten sowie des Umbaues des Innenraumes wurden 4000 freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Ein historischer Tag in der Vereinsgeschichte ist die Gründung einer Jugendfeuerwehr am 04.09.1970. Zwei Kameraden von damals gehören heute noch der aktiven Wehr an : Es sind dies Walter Weitz (Gerätewart) und Udo Schütrumpf (stellv. Kassierer). 1971 wird der neue Hochbehälter unterhalb des Dreienberges mit 500 m³ Trinkwasser und 150 m³  Feuerlöschreserve in Betrieb genommen. Im Rahmen der Gebietsreform werden 1972 die Wehren von Motzfeld, Hillartshausen und Lautenhausen übernommen. Als Ortsbrandmeister der Großgemeinde wird Kurt Berndt gewählt. Fahrten und Ausflüge über 3 oder 1 Tag wurden fast jedes Jahr durchgeführt. Die Größte und heute noch allen beteiligten von damals in guter Erinnerung war die Reise 1974 mit zwei Bussen nach Göteborg, die an dieser Stelle stellvertretend für alle anderen Fahrten erwähnt sei. 1974 wurden wir von Bränden und Einsätzen verschont. 1975 stellt Ortsbrandmeister Berndt sein Amt  als Wehrführer der Wehr Friedewald zur Verfügung. Bei der Neuwahl werden K.H. Feik als Wehrführer und Hch. Zaba als stellv. Wehrführer bestätigt. Durch Vermittlung des Kameraden Helmut Hüchel wird 1976 ein ausgemustertes Krankentransportfahrzeug der Fa. Hoechst übernommen. Dieses wird mit Vereinsmitteln in Höhe von 2.000 DM um- und ausgebaut. Die Übergabe an die Gemeinde Friedewald zum Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr als Kommandofahrzeug erfolgt am 10.07.1976. Die Jugendfeuerwehr beschafft aus einer Spende der Fam. Schöneborn einen Diaprojektor, einen Tageslichtprojektor und eine Filmleinwand. Durch diese Geräte konnte eine bessere Ausbildung erfolgen. 1977 wird ein von der Gemeinde Friedewald oberhalb der Mehrzweckhalle zur Verfügung gestelltes Gelände als Übungsplatz hergerichtet und zwei Wasserentnahmestellen werden durch die Wettkampfgruppe eingebaut. Es ist ein Teil des Parkplatzes und des heutigen Gerätehauses. Somit ist ein ordentlicher und störungsfreier Übungsbetrieb möglich. 

Das Jahr 1978 stand ganz im Zeichen des 50 jährigen Jubiläums. Die Wettkampfgruppe wurde Kreissieger und vertrat den Kreis Hersfeld beim Bezirksentscheid in Baunatal.Gezwungen durch einen schweren Arbeitsunfall stellte der Wehrführer Karl-Heinz Feik sein Amt zur Verfügung. Wehrführer wurde Heinrich Zaba und sein Stellv. Gerhard Hüppe. Im April 1979 vernichtete ein Großfeuer bei Gebauer/Setzkorn die gesamte Scheune, Stallungen und einige landwirtschaftliche Fahrzeuge. Auch hier handelte es sich um Brandstiftung. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung wurde am 25.08.1979 das neue Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 in einer Feierstunde an die Wehr übergeben. Zum Jahresende stellte der stellv. Wehrführer sein Amt zur Verfügung, Nachfolger wurde Hans-Jürgen Schumann.1980 warf Hans Jürgen Schumann das Handtuch, neuer stellv. Wehrführer wurde Dieter Ehrhoff. Im Jahr 1981 Jahr verstarb der frühere Orts- und Bezirksbrandmeister und Ehrenmitglied Karl-Wilhelm Zilch, auch plötzlich und unerwartet der amtierende Ortsbrandmeister Kurt Berndt. Heinrich Zaba wurde in Hillartshausen zum neuen Ortsbrandmeister gewählt und stellte sein Amt als Wehrführer zur Verfügung.Die Neuwahlen ergaben dann in einer Stichwahl Siegfried Fritsch als Wehrführer und Dieter Ehrhoff als dessen Stellvertreter. Die Jugendfeuerwehr hat am 18.12.1982 ihren größten Mitgliederstand von 25 Mann erreicht.Ab dem Jahre 1983 erfolgt die Alarmierung der Wehr Friedewald über die Zentrale Leitstelle des Kreises Hersfeld – Rotenburg. 

Die Neuwahlen ergaben: Ortsbrandmeister:       Heinrich Zaba

                                    Wehrführer:                Bernhard Scheer

                                    Stellv. Wehrführer:      Siegfried Fritsch

                                    Jugendwart:                Werner Wöhler

                                    Stellv. Jugendwart:      Bernd Tobisch

 

Im Jahre 1984 wurde das TLF 15 außer Dienst gestellt, und dem Feuerwehrmuseum in Danneberg zur Verfügung gestellt, wo es heute noch zu bewundern ist.Ein Jahr später im Jahre 1985 wurde das Mannschaftstransportfahrzeug( Ford Transit) ausgemustert. Bernd Tobisch wird neuer Jugendwart und  somit Nachfolger von Werner Wöhler. Ein VW-Bus wird angeschafft und von der Wehr in Eigenleistung hergerichtet. 1987 wurde die Wasserentnahmestelle am Schloßteich wieder hergerichtet. Die Schutzhütte am Sedansplatz bekommt Wasser- und Stromanschluß und die Außenanlagen werden neu gepflastert. Ortsbrandmeister Heinrich Zaba stellte zum 31.12.1987 sein Amt zur Verfügung. Seit dem Jahr 1988 sind die Jugendwehren der 4 Ortsteile zu einer gemeinsamen Jugendfeuerwehr zusammengeschlossen. Das Jahr 1988 steht im Zeichen des 60-jährigen Jubiläums mit der gleichzeitigen Ausrichtung des Kreisfeuerwehrverbandstages.Ab dem Jahr 1988 verlagern sich die „typischen Brände“ immer mehr in Hilfeleistungseinsätze, dafür häufen sich aber die Unfälle und diese sehr oft mit tödlichem Ausgang.  Im Jahre 1989 entstand durch die Öffnung der innerdeutschen Grenze eine Partnerschaft mit der Freiwilligen Feuerwehr Wernshausen in Thüringen, die bis heute noch gepflegt wird. Ende April 1989 rückte die Wehr zu einem Wohnungsbrand nach Lautenhausen aus.Betroffen war der Kamerad Horst Nölke. Schaden belief sich auf ca. 200.000 DM. Im März 1990 wurde das Männermonopol bei der Feuerwehr gebrochen. Die ersten 4 Frauen treten der Wehr bei. Durch Mutterschutz und Austritte sind heute leider nur noch zwei Frauen Mitglied der Feuerwehr.  Im August 1993 wurde das neue LF 8/6 Gefahrgut übergeben, und kam an seinem Jubiläumstag noch zum Einsatz bei einem kleineren Scheunenbrand. Zum Hochwassereinsatz in Bad Hersfeld rückte die Wehr im Februar 1995 aus. 1995 musste unser altes Gerätehaus dem Neubau des Schloßhotels weichen. Wir trennten uns schweren Herzens von dem alten Gebäude, denn hier verlebten wir viele schöne Stunden. Die Grundsteinlegung unseres neuen Feuerwehrhauses fand dann am 15.08. desselben Jahres statt. Ende 1996 bei dem Scheunenbrand im „Hotel zum Löwen“ können wir es demglücklichen Umstand verdanken, daß wir nicht so schnell wie gewohnt an der Einsatzstelle waren. Beim Eintreffen waren die dort gelagerten Gasflaschen bereits explodiert. Dadurch gab es in unseren Reihen keine Verletzten. Am 04.12.1996 wurde das neue Gerätehaus durch den damaligen hessischen Innenminister Gerhard Bökel seiner Bestimmung übergeben. Im Februar 1997 wurde uns der Schlauchwagen vom Typ SW 2000  vom Hessischen Katastrophenschutz übergeben. In den Jahren 1998 bis 2000 war es ein „ruhiger“ Feuerwehrbetrieb, geprägt vonÜbungen und kleineren Einsätzen und Unfällen. Einen großen Rückschlag erlitt die Wehr und die ganze Großgemeinde durch den plötzlichen Tod des damaligen Gemeindebrandinspektors Albert Herbst am 17.05.2000. Die Amtsgeschäfte wurden vom stellv. Gemeindebrandinspektor  Bernd Tobisch für ein halbes Jahr weitergeführt. Bei den Neuwahlen wurden Wolfgang Müller zum Gemeindebrandinspektor und Heiko. Bierschenk zu seinem Stellvertreter gewählt. Ein weiterer Großbrand, der an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben darf, ist der Brand bei der Familie Jäger in Motzfeld, bei dem am 24.06.2001 die Scheune komplett abbrannte und die Stallungen auch sehr stark beschädigt wurden. Im Sommer des gleichen Jahres wurde die Bambino-Feuerwehr ins Leben gerufen. Im Jahre 2002 setzt sich das traurige Kapitel der Gemeindebrandinspektoren fort. Am 02.12.2002 verstirbt Wolfgang Müller an den Folgen eines tragischen Verkehrsunfalles. Heiko Bierschenk übernimmt die Funktion des Gemeindebrandinspektors komissarisch bis zur Neuwahl im März 2003. Bei der Nachwahl wird Günter Scheer zum neuen Gemeindebrandinspektor gewählt. Heiko Bierschenk bleibt weiterhin Stellv. Gemeindebrandinspektor. Durch Initiative von Gemeindebrandinspektor Günter Scheer kann die Gemeinde Friedewald im Jahr 2004 ein 5 Jahre altes LF 16/12 von der Landesfeuerwehrschule Kassel übernehmen. Dieses Fahrzeug ersetzt das 25 Jahre alte TLF 16/25. Dieser Tanker wird nach Südamerika verkauft. Auch 2004 finden das erste mal die Friedewalder Wasserspiele statt. Diese werden in Zusamenarbeit mit der Feuerwehr Ransbach, die für die eigentlichen Wasserspiele verantwortlich ist und dem Schloßhotel "Prinz von Hessen" durchgeführt. Im Jahr 2005 erhält die Feuerwehr Friedewald einen VW-Bus als Ersatz für den Alten. Es finden die zweiten Friedewalder Wasserspiele statt.  Der VW-Bus wurde mit finazieller Unterstützung der Vereins ausgebaut. Die Ehe mit dem alten Bus wurde durch den TÜV geschieden. In den Jahren 2004 bis 2006 wird das LF 16 komplett ausgerüstet. Im August 2007 fanden die dritten Friedewalder Wasserspiele statt.

 

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